Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V. Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V.

Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V. - Schwarz-Rot-Gold sind die Farben der Demokraten

16.02.2019
Jubiläum

Schwarz-Rot-Gold sind die Farben der Demokraten

Vor hundert Jahren wurde Schwarz-Rot-Gold offizielles Nationalsymbol. Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Ende des Naziterrors hissten Demokraten die Flagge erneut. Sie weht bis heute als Hoheitszeichen der Bundesrepublik Deutschland und symbolisiert Einheit, Freiheit und Demokratie. Ressentiments, Hass und Nationalismus haben unter dem Banner von Rechtsstaatlichkeit und aufgeklärtem Patriotismus keinen Platz. 

Am 18. Februar 1919 beschloss der deutsche Staatenausschuss die Einführung der Farben Schwarz-Rot-Gold. Am 3. Juli 1919 stimmte die Weimarer Nationalversammlung schließlich endgültig dafür, die drei Farben in die Verfassung aufzunehmen. Sie wurzeln tief in der deutschen Geschichte:

Bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts versammelten sich Studenten unter den Farben, um den während der Befreiungskriege gegen Napoleon propagierten deutschen Nationalstaat einzufordern. Ein weiteres sichtbares Signal setzte diese Freiheitsbewegung im Jahr 1832, als sich zehntausende Anhänger bürgerlicher Freiheiten zum Hambacher Fest versammelten. Nur wenige Jahre später wehte die schwarz-rot-goldene Fahne über den Barrikaden der Märzrevolution 1848. Die Nationalversammlung in Frankfurt am Main erhob die Farben kurz darauf zur Bundesflagge.

Diese durch Schwarz-Rot-Gold symbolisierte progressive Tradition eines fortschrittlichen Patriotismus wurde in der Folgezeit bis 1919 unterbrochen. In diesem Zeitraum prägten restaurative und reaktionäre Kräfte unter den Farben Schwarz-Weiß-Rot den Nationalgedanken in ein völkisch-revanchistisches Großmachtstreben um. Der Nationalsozialismus knüpfte nach dem Ersten Weltkrieg an diese fatale Entwicklung unter der schwarz-weiß-roten Hakenkreuzfahne an. 

Im Grundgesetz wurde Schwarz-Rot-Gold schließlich erneut als Bundesflagge festgelegt. Auch in der DDR galten die Farben, die 1959 durch Hammer und Zirkel im Ährenkranz ergänzt wurden - jedoch vereinnahmt für Sozialismus statt Freiheit.

Am 9. November bekannte Bundespräsident Frank-Walter-Steinmeier: „Wer heute Menschenrechte und Demokratie verächtlich macht, wer alten nationalistischen Hass wieder entfacht, der hat gewiss kein historisches Recht auf Schwarz-Rot-Gold.“

Benedikt Dederichs

 

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