Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V. Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V.

Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V. - Todesopfer

Todesopfer im Kampf für die Republik

Das Reichsbanner war schließlich in den schweren Kämpfen der letzten Republikjahre gemeinsam mit der SPD und den Gewerkschaften der einzige Verteidiger des Weimarer Staates. Zahlreiche Reichsbannermänner ließen in den Auseinandersetzungen mit den Nationalsozialisten ihr Leben. 45 politische Morde von Januar bis Oktober 1931 allein in Preußen zeugen vom Ausmaß nationalsozialistischer Gewalteskalation. Die gewaltsamen Übergriffe der Rechten richteten sich nicht allein gegen Demonstrationen und Versammlungen der republikanischen Parteien, sondern in wachsendem Maße gezielt gegen einzelne Gegner. Immer wieder wurden Mitglieder des Reichsbanners ermordet. Ihre Beerdigungen stellten letzte machtvolle Kundgebungen dar und dienten dazu, die eigenen Anhänger auf gemeinsame Ziele zu verpflichten.

Die Meldungen von Saal- und Straßenschlachten, von Überfällen auf kleine Gruppen und Einzelpersonen der demokratischen Parteien rissen nicht mehr ab. Doch viele Anzeigen bearbeitete die rechtslastige Justiz gar nicht oder verurteilte, in Umkehr der Tathergänge, die Opfer als Täter. Von den einst verbündeten Parteien war die Deutsche Demokratische Partei zur Bedeutungslosigkeit geschrumpft, und das Zentrum orientierte sich bereits in einem „Prozess der nationalen Sammlung“ auf Koalitionsverhandlungen mit der NSDAP.