Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V. Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V.

Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V. - Tradition

In der Tradition der Revolution von 1848

Das Reichsbanner verstand sich als Erbe der Revolution von 1848, freiheitlich-demokratisch und national. Es propagierte die schwarz-rot-goldene Staatsflagge der jungen Republik, zu der die 1848er Revolutionsfahne von der Weimarer Nationalversammlung bestimmt worden war, gegen das von der Rechten weiterhin favorisierte Schwarz-Weiß-Rot des Kaiserreiches. Die Bundeshymne des Reichsbanners wurde Ferdinand Freiligraths Fahnenlied „In Kümmernis und Dunkelheit ...“ mit dem Refrain „Pulver ist schwarz, Blut ist rot, golden flackert die Flamme“. Die Fahnen der Achtundvierziger wurden bei Kundgebungen und Demonstrationszügen mitgeführt, signalisierten bei den Republikanischen Tagen und den Verfassungsfeiern des Reichsbanners den Geist, in dessen Tradition sich der Bund gestellt hatte.

Die demokratischen Parteien der Weimarer Koalition:
SPD, Zentrum (Partei des politischen Katholizismus) und die erst im November 1918 gegründete Deutsche Demokratische Partei, waren nach dem Willen der Reichsbanner-Gründer die berufenen Träger der neuen Organisation.
Karl Höltermann, der Zweite Bundesvorsitzende des Reichsbanners, führte 1926 auf einer Tagung antifaschistischer Verbände in Wien aus: „Es gab für uns nur einen Weg zur Rettung der Republik: uns mit den linken Teilen der demokratischen Partei und des Zentrums zum gemeinsamen Vorgehen zu vereinen. Für die sozialdemokratische Partei wäre es wegen der Staatsgewalt unmöglich gewesen, eine rein parteipolitische militärische Organisation zum Schutz der Republik und der Arbeiterschaft gegen den Faschismus aufzustellen.“