Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V. Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V.

Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V. - Reichspräsidentenwahl

Der Tod Friedrich Eberts und die Reichspräsidentenwahl von 1925

1925 starb der sozialdemokratische Reichspräsident Friedrich Ebert. Seine Gegner hatten den aufrechten Demokraten niemals als Vertreter des ganzen Volkes anerkannt.

Das Reichsbanner setzte sich für den demokratischen Kandidaten Wilhelm Marx ein, der bei den Reichspräsidentenwahlen am 26. April 1925 knapp unterlag. Eberts Nachfolger, der ehemalige preußische Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg, fühlte sich eher als Statthalter des Kaisers. Er verkörperte den deutschen Obrigkeitsstaat und fand niemals ein positives Verhältnis zur Republik. Seine Wahl kennzeichnete einen tiefen politischen Stimmungswandel. Das deutsche Bürgertum erkannte in Reichspräsident Paul von Hindenburg einen Garanten alter Traditionen. Viele Deutsche sehnten sich nach der Monarchie zurück und verweigerten sich in aller Offenheit der Republik.