Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V. Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V.

Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V. - Gedenken

Denkmäler für Friedrich Ebert, Matthias Erzberger und Walther Rathenau

Das Reichsbanner hielt die Erinnerung an den von der Rechten angefeindeten und verleumdeten ersten Reichspräsidenten der Republik, Friedrich Ebert, an die prominenten Mordopfer Matthias Erzberger und Walther Rathenau wie an die vielen von politischen Gegnern ermordeten Reichsbannermänner mit jährlichen Totenfeiern wach. Es errichtete den prominenten Opfern der Reaktion Denkmäler in allen Teilen des Deutschen Reiches und ließ Straßen, Plätze, markante Bauwerke nach ihnen benennen.

Der Schriftsteller Thomas Mann hielt in seiner Schrift „Dem Gedenken an Walther Rathenau“ im Jahr 1922 fest: „Was ist denn ihre Idee, was ist die Republik? Etwas ganz Landfremdes, ganz Undeutsches, ganz Bekämpfenswertes, sagen manche. Andere, und ich gehöre zu ihnen, meinen, dass Republik mit Deutschem herrlich erfüllt werden, ja die Erfüllung deutscher Menschlichkeit bedeuten kann ... Die Republik, das ist, wenn Sie mir die Definition freigeben wollen, die Einheit von Staat und Kultur.“

1933 wurden die Namen der Repräsentanten der Republik aus dem Öffentlichkeitsbild getilgt, sämtliche ihnen zu Ehren errichteten Denkmäler von den Nationalsozialisten zerstört.