Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V. Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V.

Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V. - Republikanische Tage

Republikanische Tage und Fahnenweihen

Zur Verblüffung des rechten Lagers zählte das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold bereits ein Jahr nach der Gründung laut eigenen Angaben drei Millionen Mitglieder. Schätzungen sprachen von rund zehn Millionen mobilisierbarer Anhänger. Damit wurde die Republikschutzorganisation binnen kurzem der weitaus größte unter den paramilitärischen Verbänden der Nachkriegsjahre. Der Stahlhelm zählte rund 400.000 Mitglieder, der Rote Frontkämpferbund der KPD rund 100.000 Mitglieder. Eine andauernde, starke Präsenz in der Öffentlichkeit diente ausschließlich dem Zweck, „Flagge zu zeigen“, den republikanischen Gedanken in die Massen zu tragen.

Eindrucksvolle Aufmärsche zu Ehren der Republik und zu den alljährlichen Verfassungsfeiern am 11. August, Massendemonstrationen gegen rechte Provokationen, Totengedenken für die Gefallenen des Krieges und für die Opfer mit den alljährlichen Feiern zum Gründungstag des Reichsbanners im Februar, mit Gautagen, Kreisfesten und Bannerweihen zielten stets nach Inhalt und Gestaltung auf die Schaffung eines republikanischen Bewusstseins.