Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V. Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V.

Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V. - Nationalsozialismus

Kampf gegen den Nationalsozialismus 1930 – 1933

In der Weimarer Republik wurden die politischen Auseinandersetzungen von Beginn an von Gewalt begleitet, eine Erscheinung, die vor 1914 weitgehend unbekannt war. Mord, Totschlag, hemmungslose Hetze, Lüge und Verleumdung des Gegners vergifteten das politische Klima. Das Reichsbanner hatte bereits im ersten Jahr seines Bestehens den gewalttätigen Ungeist bekämpft und zur Wiederherstellung halbwegs erträglicher Verhältnisse im politischen Meinungsstreit beigetragen.

Waren in den mittleren Jahren der relativen Stabilisierung nur noch einzelne Überfälle und Mordtaten zu beklagen, so brachte die Weltwirtschaftskrise mit der Verelendung weiter Bevölkerungsteile erneut eine starke Radikalisierung, geprägt von bis dahin unvorstellbaren Gewalttätigkeiten. Selbst in den Parlamenten prügelten die Nationalsozialisten auf ihre Gegner ein. Kurt Schumacher,
in Schwaben ein energischer Reichsbanner-Aktivist, geißelte im Reichstag „die moralische und intellektuelle Verlumpung und Verlausung“ der Nationalsozialisten, die er mit dem berühmt gewordenen Satz charakterisierte: „Die ganze nationalsozialistische Agitation ist ein dauernder Appell an den inneren Schweinehund im Menschen.“