Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V. Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V.

Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten e.V. - Persönlichkeiten

Theodor Haubach

(geboren 15. September 1896 Frankfurt / Main - gestorben 23. Januar 1945 Gefängnis Berlin-Plötzensee)

Portrait Theodor Haubach
Theodor Haubach

Bereits als Student Mitglied der SPD, geht Theodor Haubach nach seiner Promotion 1923 nach Hamburg, wo er jahrelang als Redakteur beim „Hamburger Echo“ arbeitet. Von 1927 bis zu seinem Umzug nach Berlin 1929 gehört er der Hamburger Bürgerschaft an. In Berlin arbeitet er zunächst als Pressereferent des Reichsinnenministers Severing und ab 1930 des Polizeipräsidenten Grzezinski. Nach dem „Preußenschlag“ vom 20. Juli 1932 wird er entlassen und bleibt arbeitslos.

Seit der Gründung 1924 engagiert Haubach sich im Reichsbanner. 1926 wird er Vorstandsmitglied im Gau Hamburg-Bremen-Nordhannover und später auch Vorsitzender des Reichsbanners Hamburg. Im Gau nimmt er unzählige Gelegenheit wahr, um sich einzubringen, sei es als prominenter Teilnehmer an Geländespielen oder als Redner bei Fahnenweihen kleiner Ortsvereine. Auch tritt er reichsweit bei Großveranstaltungen des Reichsbanners als Redner auf. Die zur Abwehr nationalsozialistischer Überfälle 1930 gegründete Schutzformation des Reichsbanners begrüßt er mit den Worten: „Das Reichsbanner soll in äußersten Fall die Republik mit ihren Leibern decken und muß deshalb eine Kampforganisation mit allen Konsequenzen sein.“

1933 wird Haubach von den Nationalsozialisten kurze Zeit inhaftiert und versucht anschließend, die Verbindungen zwischen Gewerkschaften, Reichsbanner und SPD aufrecht zu erhalten. 1934 erneut verhaftet, wird er zwei Jahre lang im Konzentrationslager Esterwegen festgehalten. Nach der Haftentlassung verdient er seinen Lebensunterhalt als Handelsvertreter und Versicherungsagent. Im Herbst 1942 nimmt er an der zweiten Haupttagung des Kreisauer Kreises teil. Von den Verschwörern des Umsturzversuches vom 20. Juli 1944 ist Haubach als Regierungssprecher vorgesehen. Als der Umsturz scheitert, weicht er kurzzeitig nach Süddeutschland aus. Zurück in Berlin, nimmt die Gestapo ihn fest. Theodor Haubach wird am 15. Januar 1945 vom „Volksgerichtshof“ zum Tode verurteilt und eine Woche später hingerichtet.

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